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Zufallsbild

Der schwarze Abt

„Eine Sage, die unter dem Sagenschatz seiner Kiste gelegen hat“     2020 gefunden

Unsere Geschichte beginnt im Jahre 1875. Salesius Mayer ist Vorsteher des Klosters Osek bei Leitmeritz. Weil er streng darauf achtete, die (nebenbei zu nicht geringen Teilen selbstverfassten) Gesetze seines Klosters durchzusetzen, war er bei den meisten seiner Brüder als unbequem verschrien. Viel beten und arbeiten war für alle angesagt. Aber wer vor umfangreichem Beten nicht zu notwendiger Arbeit kommt, nun ja, die Arbeit musste trotzdem irgendwie fertig werden. Vom Beten erledigt sich das leider selten. Man erkennt schon das Problem.

In seinem Kloster hat unser eifriger Vater Salesius nach einiger Zeit bei seinen Mitbrüdern keinen leichten Stand mehr. Man nannte Salesius meist den “Schwarzen Abt”. Daher auch der Titel dieser Geschichte. Klar, er strebt danach, jeden Bruder seiner Gemeinde dem Himmel nahe zu bringen, aber was ist „nahe dem Himmel“? Am Ende entscheidet nur GOTT allein und nicht der Mensch mit seinem schwankenden Charakter über die Teilnahme am himmlischen Heer.

Über Alltagsthemen gab es fast täglich Diskussionen in Osek, vor allem mit Bruder Ignatius. Ignatius (seine Anhänger nannten ihn auch liebevoll den „heiligen Krahl“) hatte im Gegensatz zum Helden unserer Geschichte das rhetorische Zeug, Menschen zu begeistern. Schlecht für Salesius denn es ist mit Gerüchten wie mit der Photographie: Hat man erst mal was Negatives, kann man es entwickeln und vergrößern.

Wer eloquent die Nase vorn hat, der ist natürlich auch immer in Versuchung. Weshalb wir auch Ignatius verzeihen wollen. Macht korrumpiert nun mal. Und weil dreizehn von vierzehn Gemeindemitgliedern schon damals Mobbing gut fanden, verließ Ende Dezember 1876 unser Bruder Salesius mit der Erkenntnis den Orden: Macht Euern Dreck alleene. (also ich weiß jetzt nicht wie man das lateinisch denken täte, denn sächsisch war wohl nicht sein Metier, aber lateinisch ist das meine nicht. Soll sich das also jeder in seiner Mundart selber denken).

Es begann Salesius peripatetische Phase.

Auch wenn er nun kein Abt mehr war, so blieb er doch dem Allerhöchsten treu als Mönch. Er wanderte 1877 im böhmischen Lande umher. Er kam nach Prag, in die goldene Stadt, und vermochte zumindest mit seinem bisherigen Lebensinhalt (wir erinnern uns: exorbitant beten und bescheiden bis gar nicht arbeiten) einige Zeit dem Mammon die Stirn zu bieten. Der Mammon hat am Anfang gekotzt, kann ich euch sagen. Aber der ist ja auch nicht dumm und begriff natürlich schnell, ein schwarzer Mönch in einer goldenen Stadt hat ohnehin schlechte Karten.

Muss man mit schlechten Karten weiterspielen? Ich sag da mal “nee“. Jedenfalls suchte er seinen Seelenfrieden im Weiterwandern. Etwas derangiert und zerrissen kam er eines Tages über das Elbtal am Goldenen Ranzen an. Dort beschloss er sich dem Dasein eines Einsiedlers zu widmen. Nach dem ganzen Umhergelatsche irgendwie verständlich. Und während er dort in diesen tollen Höhlen dem Lebensinhalt eines Eremiten schon verdächtig nahekam, erfuhr er von einer schon längst vergangenen Großtat. 1864 hatten Schandauer Turner den Falkenstein aus rein sportlichen Motiven heraus bestiegen.

Das war ein neuer Trend, denn bis dato war die Motivation fürs Kraxeln die Vorbereitung für blutigen Broterwerb oder eben Schutzsuche, falls man bei der Arbeit zu viele Zeugen hinterlassen hatte. Die Zeiten waren reif für etwas Friedliches und Neues.

Der Held unserer Geschichte war derart angetan von dieser Tat, dass er gehen wollte und schauen, ob eine Wiederholung im Eremitenstil (wir sagen heute „free solo“) möglich wäre. Er trampelte sein Feuer aus und wanderte immer mit dem Strom elbabwärts. Damals war Feuern im Gebirge ein wichtiger Teil der Essenszubereitung und Klettern ging auch immer, denn die Felsampel hatte nur grünes Licht.

Als er nach Schandau kam erfuhr er, dass man zum Falkenstein zurücklaufen muss und auch noch den Berg hoch. Als Einsiedler wird man ja nicht all zu fett und als er dann den Berg sah meinte er: Da krieche ich ja auf dem Zahnfleisch hoch. Gesagt, getan. Den Grund benannte man daraufhin später übrigens “Zahnsgrund”. Der Falkenstein erwies sich leider als viel zu schwer alleine. Die hatten dem nicht gesagt, dass sie Leitern mithatten.  Aber er bestieg einen nahen Berg, in den er sich verliebte. Das wurde seine „Hohe Liebe“.

Das Nachtlager nach dieser kecken Tat nahm er in der Nähe einiger Felsen ein. In diese Nacht hatte er seine Vision. Der Herr tat einen Riss in der Zeit auf und so bekam er einen grusligen Blick in die Zukunft des Landes. Es zupfte ihn der Teufel in Verkleidung einiger Nationalparkwächter an der Robe, um ihn in Versuchung zu führen. Er sollte zuerst seine Personalien dem Teufel ins Angesicht sprechen. Da konnte er sich aus Datenschutzgründen noch rauswinden. Salesius ahnte, wenn diese Teufel deinen Namen kennen, biste geliefert. Als nächstes sollte er für sein Nachtlager und das wärmende Feuer all seine Taler tauschen. Auch wenn es Gottes Welt ist auf der wir wandeln, die herzlosen Teufel wollen sie uns als die ihre verkaufen. Dieser Versuchung konnte er am einfachsten wiederstehen. Kein Geld, keine Teufelei möglich vor Ort. Als letztes versuchte der Teufel und sein Beelzebub ihn zu einer Autofahrt im zukünftigen Nationalpark einzuladen. Das elitäre Gehabe der in der Zukunft privilegierten Teufel war ihm aber aufgestoßen. Aus Umweltschutzgründen sagte er ab, das war unverfänglich. Trotz allen Drohungen und Versuchungen blieb er fest in seinem Sinne. Obwohl er dadurch die halbe Nacht nicht zum Schlafen kam. Diese Lehren vergaß er nie und sein Nachtlager wird aus diesem Grunde heute noch Teufelsmauer genannt.

Nach so viel Standhaftigkeit hatten seine Wünsche einmal mehr Gewicht bekommen in den Augen des Allmächtigen. Und doch bat er den Herrn in seiner Bescheidenheit nur um Führung für ein gottgefälliges Leben. So geleitete ihn der Herr 1887 nach Rathen. Schon der alte Götzinger berichtete dort von einem Mönchsfelsen, der übers Elbtal guckt zu einer ziemlich gut gebauten Nonne. Dass dieser „Mönch“ ohne Leitern und künstliche Tritte zu bewältigen war, wusste man seit 1874. Gott wird wohl gemeint haben: das könnte meinen treuen Salesius gefallen.

Denn der „Mönch“ ist ein guter Felsen, welcher seine Wurzeln tief in die Erde geschlagen hat. Salesius machte ihm nun seine Aufwartung. Wo er am Falkenstein scheiterte, in Rathen gelang es ihm mit Gottes Hilfe. Allein bestieg er den „Mönch“. Der blöde Riss da unten war damals noch nicht so anstrengend, vor allem, weil noch 2 Meter Dreck mehr angehäufelt waren. Lange meditierte er in der Felsgrotte, wo heut viele nur reinpissen. Trotzdem wird sie heute noch Mönchsloch geheißen und nicht Klo. Salesius war vom Klettern derart angetan, dass er sich für diese Beschäftigung Kameraden wünschte. GOTTES Mühlen mahlen langsam, aber sein Wunsch ging später in Erfüllung. Leider nicht mehr für Salesius, denn es hat dann doch noch 11 lange Jahre gedauert, bis sich 1898 endlich Menschen zusammenfanden und den Hochtourenklub Mönchsteiner gründeten. Jungs, das wurde aber auch Zeit.

Nach seiner ausgiebigen Mediation stieg unser Freund bis zum Gipfel hinauf und wie er dort entrückt nach der Nonne schmachtete hat GOTT beschlossen, ihn von dort direkt zu sich zu nehmen. GOTT nahm also Salesius Mayers Seele für seinen Himmel; und für dessen guten Lebenswandel wurde sein vergänglicher Leib in reines Eisen verwandelt.

Brrrizzl.

Mal ehrlich, es waren wahrscheinlich vor allem praktische Gründe damals: Keine Abseilpiste vorhanden und im Grunde auch kein Seil am Berg. Da ist der Ausgang seiner Klettertour doch wirklich göttlich.

Und der HERR hat seine Menschenkinder auch weiterhin lieb. Er erkannte deren Notstände und sorgte fürderhin dafür, dass sich immer mehr Menschen in die sächsische Felsenwelt verliebten um dem Mönch die Aufwartung zu machen.

Ein ganzes Jahrhundert später und noch weitere 33 Jahre dazu war der seit damals unvergängliche Leib von Salesius auserkoren im dunklen Büßergewand auf dem Fels zu thronen. Der Menschen Probleme sind inzwischen anderer Natur als damals. GOTT hat jedoch alles im Blick. Er sieht, dass ein Mönch heutzutage kaum noch Beachtung findet. Bei seinen geliebten Kletterern ist der götzenhafte Berggeist näher als seine Kirche. Daher beschloss er, in der Johannisnacht zum 24.06. einen kleinen Teil seiner Herrlichkeit auf den Leib des Salesius zu übertragen. Auf dass Salesius frommes Leben, stellvertretend für alle gläubigen Brüder, wieder Beachtung im Volke finden möge.

Und den Verständigen zu Kund und Wissen, dass niemand einfältig glauben mag, ein goldenes Gewand wäre durch Arbeit zu erwerben. Nein, sowas liegt nun mal allein in Gottes Hand. Jedoch wird durch ehrliches Beten erst die Seele vergoldet und dann das Gewand. Diesen Glanz kann Dir dann wahrlich keiner mehr nehmen. Sowas könnte man sich nur selber wieder versauen. Stichwort falscher Gott am Ende oder Mammon als Freund, na was eben alles nicht so prickelnd ist in den Augen Gottes.

Ja das war’s, jetzt kann die Geschichte wieder unter der Kiste mit dem Sagenschatz abgelegt werden.

PP

goldener Mönch1