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Zufallsbild

Der Termin war wie immer schon im Januar bestimmt worden. Klubklettern und Sonnenwendfeier an der Schaarhütte sollten am 18.06. einem Sonnabend stattfinden.

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W

enn man nach dem wortwörtlichen Begriff „Schreckensteiner Nadel“ im Internet sucht, erhält man derzeit nur die ungewöhnlich kleine Anzahl von 4 Treffern, die wirklich etwas mit dem Kontext Klettern zu tun haben. Aber weit gefehlt, wenn man glaubt, dass dieser Begriff in der Vergangenheit und auch in den letzten Tagen nicht Bergsportinteressierte umtrieb. Wenn auch nur eine auserwählte kleine Schaar…

Alles begann schon vor über 100 Jahren, als der damals neu gegründete „Touristen - Verein - Schreckensteiner 1914“ wieder mal durch die Sächsische Schweiz streifte, um noch nicht bestiegene Gipfel erstbegehen zu können. Der Schreckensteiner Alfred Günther mit seinen Gefährten wurde wieder mal fündig. Die Felszacke an der Heiligen Stiege im Heringsgrund ist nicht sonderlich riesig aber bot für die damaligen Verhältnisse eine beachtenswerte Schwierigkeit. Jedenfalls mühte man sich erfolgreich und so wurde der Gipfel auf dem heutigen Alten Weg am 29.08.1915 erstmals bestiegen. Alfred Günther, der aufgrund seiner Körpergröße „Floh“ genannt wurde, beging den Weg von unten gesichert, da anscheinend keiner seiner Gefährten in der Lage oder willens war, ihm zu diesem Zeitpunkt zu folgen.

Der neu bestiegene Gipfel wurde zunächst klubehrend als „Schreckensteiner Nadel“ bezeichnet, später aber in Anerkennung der Leistung von Floh in „Flohspitze“ umbenannt. Unter diesen Namen ist er den heutigen Bergsteigern bekannt und wird auch so in den Kletterführern beschrieben.

                        Nun streifen auch heutzutage noch Schreckensteiner durch die schöne Felsenwelt, um auf den Spuren der Vorfahren die Gipfel zu erreichen. Es ist einfach Selbstverständlichkeit und Klubehre nach 100 Jahren eine Wiederbesteigung des Alten Weges auf die Flohspitze vorzunehmen. Wie schon vorangegangene Jubiläumsbesteigungen gezeigt haben, ist es nicht ganz einfach, diesen Ruhm zu erringen. Längst reicht es nicht mehr früh morgens zeitig aufzustehen, um der Erste nach einem Jahrhundert zu sein.

Aus diesem Grund starteten die Schreckensteiner Frank und Anne sowie die Sympathisanten Georg und Kent schon am Vorabend des 29.08.2015 zur Flohspitze. Es wurde beschlossen, dass 2 Stunden von Schmilka bis zum Gipfel inklusive aller Vorbereitungen reichen sollten. Ruhig ging es bei Vollmondschein den Wurzelweg hinauf und durch den Heringsgrund. An der Heiligen Stiege aber dann plötzlich der Schreck: Ein Licht blitzt kurz durch das Geäst auf halber Höhe voraus! Unsere Schritte beschleunigen sich beängstigt. Als dann Stimmen zu hören sind, ist uns alles klar. Da sind welche vor uns, die uns den Ruhm streitig machen wollen. Jetzt rennen wir hinter Georg die Stufen der Stiege hinauf. Wir haben Glück, die Fremden mit verdächtig großen Rucksäcken machen eine Pause und wir stürmen mit kurzem Gruß an den Verdutzten vorbei. Ruhen können wir aber nicht! Vielleicht haben die Anderen ja schon ein Vorauskommando zum Gipfeleinstieg geschickt. Wir beruhigen uns erst wieder, als wir am Einstieg zum Alten Weg an der Flohspitze sehen, dass die die Nadel ruhig im Mondlicht steht. Schnell ist ein Seil für den Einstieg vorbereitet und die Startstelle besetzt. Sobald der neue Tag nach Mitternacht anbricht, können wir starten.

Nun trudeln auch die in der Heiligen Stiege überholten Bergsteiger ein. Es stellt sich heraus, dass für sie die Besteigung der Flohspitze am Jubiläum ein Zettelweg ist und damit ebenfalls Klettererehre. Wir bieten an, zwei Bergsteiger mit in unsere Seilschaft aufzunehmen. Sara und Tobias sind zünftig wie vor 100 Jahren gekleidet und haben zum Spaß auch ein Stück Hanfseil dabei. Moderne Bergsteigerausrüstung fehlt aber zum Glück auch nicht.

Mit einem Mal wird es um den Gipfel belebt. Es nähern sich weitere Lampen im nächtlichen Wald. Ein Trupp tschechischer Bergsteiger muss enttäuscht feststellen, dass sie nicht die Ersten waren. Genugtuung diesmal für uns, auf dem Gespaltenen Kegel durften wir ja nur die Zweiten sein.

Kurz nach Mitternacht beginnt Georg mit der Besteigung ohne Unterstützung. Der Alte Weg, eine VIIc, muss an einem Grat gehangelt werden und man tritt nur auf Reibung. Die Oberfläche des Felsens ist leicht mit Tau benetzt, was den Halt nicht verbessert. Konzentriert wird gesichert und mit Spannung geklettert. Als der Ring geklickt werden kann, mindert sich die Aufregung bei allen. Dann geht es weiter zur Schlüsselstelle. Plötzlich rutschen die Beine von Georg – alle halten den Atem an. Georg hat aber an der Hangelkante mit den Unterarmen etwas Gegendruck aufgebaut und er hält sich. Nach kurzem Durchschnaufen ist der Gipfel dann doch schnell erreicht. Kent, Anne und Frank folgen alsbald und es gibt ein zufriedenes Berg Heil auf dem kleinen Gipfel. Fasziniert bewundern wir den Schattenwurf der Flohspitze im Mondschein und den von der Elbe aufsteigenden Nebel.

Im Gipfelbuch hinterlassen wir einen Spruch als Hinweis auf das Jubiläum:

-100 Jahre AW-
Die Schreckensteiner hams vollbracht,
100 Jahre in der Nacht.

Als die Nachsteiger den Gipfel verlassen haben, werden unsere Gäste Sara und Tobias noch von Georg nachgesichert. Beide sind glücklich, Ihre Aufgabe so bequem erfüllen zu können. Werden wir uns beim nächsten Jubiläum wiedersehen?

Kurz wird noch alles verbal ausgewertet und festgestellt, diesmal alles richtig gemacht zu haben. Alle freuen sich über Georgs schönen Vorstieg und äußern sich auch voller Achtung über den Schreckensteiner, der uns hier vor 100 Jahren voranging.

Kent

Bereits am 02. und 03. Januar waren zwei Seilschaften im Brand erfolgreich unterwegs, am 09. Januar wollten Frank und Olaf weiter machen. Ich bat Olaf, ob ich wieder mit raus gehen könnte. Anne gesellte sich dann (breitgeschlagen von mir) dazu, das versprach eine sehr angenehme Runde zu werden. Erstes Ziel (man soll ja das hässliche zuerst abarbeiten) war die Kleine Barbarine, die am Wochenende zuvor sehr zickig zu uns war. Olaf versuchte den AW (IV), der aber im oberen Bereich auf einem Moos-Band zu verharscht war. Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste, wenn die IV nicht will, nehmen wir eben was Schwereres. Olaf beguckte sich dann die Dame nochmal von unten und die Entscheidung fiel auf einen Neuversuch im "Kleiner Überhang", einer VIIc. Bis zum Klippen des Ringes war die Bodenmannschaft wohl mehr angespannt als der Olaf und dann ging alles sehr zügig. Ich hatte wenig Lust, an dem Gipfel einen Sack aufzuhängen und habe gekniffen, Frank war es auch zu kalt für diesen anspruchsvollen Weg. So blieb nur Anne übrig, irgendwer muss die Arbeit ja machen und Material abbauen. Wofür hatten wir sie mitgenommen J? Ihr war dann auch gleich nicht mehr kalt. Tapfer hat unser Ännchen sich zum Ring gekämpft, alles abbauen können und dann auch noch den Rest des Weges zum Olaf gemeistert. Nach den garstigen Bedingungen an der Kl. Barbarine hofften wir auf Besserung an den folgenden Gipfeln. Wir marschierten zügig weiter zum Zeigfinger, vor dem der Zustieg über die Hochscharte schon knifflig war. In der Scharte liegen mehrere gestürzte Bäume. Wohin treten? Was ist Baum, Zweig, Schnee, Eis oder einfach nur Loch? 2016Brand Sandraklein

Am Zeigefinger führt der AW (III) über einen kleinen Grat, laut Olaf wegen Schnee und Glätte ein wenig spannend bei der Kälte und das "Highlight". Frank wollte den Gipfel unbedingt mitnehmen und ich wollte auch mal was tun. Also alle 4 rauf auf den Finger. Sicherheitshalber haben wir uns immer gegenseitig zusätzlich von hinten gesichert, falls es jemanden vom Grat hinunter wippt. Hier waren wir mit Bergstiefeln unterwegs, Kletterschuhe hätten nur behindert auf Schnee und Harsch. Langsam begann allen frisch zu werden, sobald man in Ruhe war. Also fix weiter zur Hexe.. Der AW an der Hexe (III) führt aus einem sehr breiten Schartenriss in einem weiteren Riss nach oben, in dem mehrere übereinander gekullerte kleine Blöcke auf einander liegen. Knifflig war nur der letzte Zug hoch zur Abseilöse auf den Gipfelblock, den frei nach Walldorfschule jeder von uns vieren irgendwie anders gelöst hat. Endlich kam die Anne zu ihrem "Gipfelfoto mit Vorsteiger".

2016Brand Sandra1Hier haben wir schicke Bedingungen vorgefunden, die Hexe liegt wettergünstig zur Südseite und unser Weg war schneefrei. Olafs Hoffnung war, dass Kleine Brandscheibe und Brandscheibe ähnlich freundlich zu uns wären. Wir lagen gut in der Zeit und auch die beiden letzten Gipfel waren schnell gefunden. An der Kleinen Brandscheibe haben wir wieder alle den AW (IV) mitgenommen. Ich finde es ist ein sehr schöner Weg, der ein Sternchen verdient hätte. Für mich war das das Leckerli des Tages, hier möchte ich im Frühjahr nochmal hin. So schön der Weg, so toll die Aussicht, so kalt und zugig war es auf dem Gipfelkopf. Es war inzwischen bitterkalt und wir haben uns beim Abseilen beeilt. Einmal vor Ort bot sich an, die Brandscheibe gleich wegzuarbeiten, die der Anne auch noch in ihrer Maikäfersammlung fehlte. Der AW ist mit einer VI nicht der leichteste und Frank und ich haben uns nur um unsere Teekannen gekümmert, während Olaf und Anne den Gipfel für die Schreckensteiner "abgestempelt" haben. Am letzten Gipfel in den letzten Minuten wollte uns dann noch das Seil ärgern und sich beim Abziehen verklemmen, es wollte eben noch da bleiben und klettern. Uns war aber sehr kalt und schnell waren wir wieder am Auto. Pünktlich genau nach Plan konnten wir den Olaf in Bad Schandau rauslassen und Anne hat dann noch lieb den Rest der Gruppe breitgefahren. 5 Gipfel geschafft. Meine drei reichten mir, ich wollte nur noch in die Wanne und aufs Sofa. Vielleicht haben wir in dieser Zusammensetzung einen Gipfel weniger geschafft als eine Zweier-Seilschaft, aber wir hatten sehr viel mehr Spaß.

Danke, liebe Bergfreunde! Eure Sandra

100 Jahr Gespaltener Kegel,

die Schreckensteiner Galgenvögel

sitzen hier beim Mondenschein

und durften nicht die Ersten sein.

Unser Wolfram hatte herausgefunden und allen kund getan, dass alte Schreckensteiner den Gespaltenen Kegel in den Schrammsteinen erstbestiegen hatten. Am 04. Juli sollte das nun 100 Jahre her sein und Wolfram regte die Würdigung der Alten zum Jubiläum an. Selbst hat er sich dann aber gedrückt und vorgegeben, im Urlaub zu sein.

 

Gespaltener Kegel0Vermutlich wußte er als alter Himmelgucker bei der Verabredung des Termins bereits, dass es das heißeste Wochenende des Jahres werden sollte. Ein Schelm, wer Böses denkt. Für Olaf, Georg, Kent und Peter war klar, diesen Termin lassen sie sich nicht entgegehen. Schönes Wetter und leichter Weg, da war zu erwarten, dass es noch zahlreiche andere Interessenten für die Goldmedaille geben könnte. So stand bald der Plan der Jungs, gleich null Uhr soll losgeklettert werden. Schon lange wollte ich mal mit zum nächtlichen Klettern, da bot sich ein kleiner Gipfel mit einem AW II an. Gegen halb elf nächtens treffen sich alle am Parkplatz Schrammsteinbaude und zügig wird losgelaufen. Tagsüber waren Temperaturen über 35 Grad. Es ist sehr heiß und dampfig zwischen den Felsen, ich habe ganz schön zu kämpfen mit dem Fußweg zum Gipfel.

Gespaltener Kegel1Die Jungs legen ein zügiges Tempo vor, klar, sie wollen vor 12 am Einstieg des Weges stehen. Sie warten dann immer mal auf mich und Peter, bis auch ich angeschnauft komme. Wandern und Zustieg mit den Stirnlampe ist spannend für Mädels, ins Gesicht flatternde Falter entlocken mir das eine oder andere Quietschen. Peter schleppt irgendwann auch mein Gepäck, trotzdem ist die Hitze quälend, allen läuft das Wasser runter. 5 nach 12 erreichen wir den Einstieg zum Weg und Mist, es klimpert, es ist schon eine Seilschaft im Weg. Wir haben aber Glück, es sind nur zwei Stück Kletterer und sie stimmen zu, beim Eintrag ins Gipfelbuch an uns zu denken. Olaf kann zügig hochflitzen und holt Kent gleich nach. Dann geht es auch für mich los. Es ist schon ein komisches klettern, wenn man nur die nächsten 2 oder 3 Meter Kletterweg vor sich sieht und der Überblick über den Weg ein bißchen fehlt. Peter und Georg kommen auch schnell nach und wir sitzen alle gemeinsam auf dem Gipfelkopf. Der Seilschaft vor uns ist es fast ein wenig unangenehm, sich vorgedrängelt zu haben und sie machen nach ihrem Gipfelbucheintrag nur einen kurzen Strich. Während Peter einen kleinen Vers dichtet beginnt es um uns herum zu klimpen und an mehreren Stellen im Wald bewegen sich Stirnlampen. Sie kommen! Von allen Seiten! Es ist ein unerwartetes Begängnis im Wald, mehrere Seilschaften haben die gleiche Idee.

Gespaltener Kegel2Olaf kann gerade in Ruhe unseren Eintrag erledigen, da ruft es in der Rinne neben ihm schon "Ahoi!" und eine tschechische Seiltschaft steht neben uns. Wir seilen zügig ab, andere sollen auch hoch dürfen. Wir halten noch ein kleines Schwätzchen und wandern zurück zum Auto. Für mich ist es mehr ein Stolpern, ich bin sehr müde. Wir halten am Schrammtorwächter kurz inne, genießen die vom Mond beschienene Kulisse. Am Auto gibt es noch ein rasches Bier und dann rollen alle gegen 2 Uhr heimwärts. Mein erstes nächtliches Klettern war sehr heiß, klebrig und spannend, danke Jungs!  

Sandra

Vergangenes Jahr wollte ich schon gern am Neujahrstag mit zum Schreckensteiner Turm. Dies war mein erster Gipfel überhaupt, seit ich mit den Schreckensteinern unterwegs bin. Er sollte auch meine erste " Jahreserste" werden. 2016 sollte es nun endlich soweit sein. Ob ich das mit dem im Oktober verletzen Fuß schaffen würde? Ich fürchtete des Wolframs Marathon-Allüren. Da Peter andere Aufgaben mit Olaf hatte, wagte ich mich in das Abenteuer Winterklettern und zog am Neujahrstag mit Bärbel, Elke, Wolfram und Frank los. Wolfram hatte mir seine Wanderstöcke mitgebracht, die sich später als sehr hilfreich erwiesen. Start war am Parkplatz Buchenparkhalle in Hinterhermsdorf und nach 2 Stunden Lauferei durch den Quasengrund zum Kirnitzschtal über den Stimmersdorfer Weg in den Dreiwinkelgrund (ja der Weg ist lang....) war es geschafft und der Gipfel in Sicht.

1Anmarsch

Da wir zu angeregt schwatzten, verpassten wir vorher eine Brücke und drehten eine Ehrenrunde. So kommen sie runter, die Weihnachtskalorien. Kalt und verschneit war es, aber zum Glück schlief der Wind.

2Umweg3Aufstieg

 

Der intakte Schnee rund um den Gipfel versprach eine Jahreserste für uns. Frank stieg (wieder mal in Bergstiefeln) zügig vor und holte dann die Mädels nach. Vorsteigen möchte ich den Weg nicht bei diesem Wetter, egal wie freundlich er ist. Wenn man nicht weiß, ob man Fels oder Schnee in den abgestorbenen Fingern hält, ist das sehr unangenehm.

 4Kuckuck

Wolfram folgte und da allen kalt war, verloren wir keine Zeit. Schnell einen Spruch zur Jahresersten ins Buch gedichtet, ein Gipfelfoto gemacht und wieder runter vom Klubgipfel. In Kletterschuhen war es vor allem an Fingern und Füßen schlimm kalt. Frank sicherte alle wieder in die Abseile, da Ausstieg und Gipfelkopf rutschig und vereist waren. Der schräge Hang zum Turm hinauf hatte mir schon auf dem Hinweg mit lädiertem Fuss Sorgen gemacht, hinab war es noch heikler. Wolfram hat mir unkonventionell eine Abseile um eine große Kiefer gebaut und wir sind die letzten steilen Meter des Hanges beide quer durch die Nadelgehölze ins Tal gerutscht. Gegen 15.30 Uhr war das Auto wieder erreicht und alle froh um einen schönen Tag. Dank an die Bergfreunde für die Hilfe und Berg Heil 2016!

5Alle da  

Sandra

 Unser Klubmitglied Markus kam auf die Idee, die Himmelfahrtstour ins Zittauer Gebirge zu legen. Im Vorfeld bemühte er sich auch um die Unterkunftsmöglichkeiten auf dem Zeltplatz in Hain. Somit waren die organisatorischen Dinge ausgeschöpft und er konnte sich weiter seinem Hausbau zuwenden.

Da es bei uns aber noch Leute gibt, die nicht mehr wie eine Schildkröte auf der Erde rumkriechen wollen, bemühten sich diese Sportfreunde um je eine Ferienwohnung. Daraus resultierend können wir behaupten, das Zittauer Gebirge von Lückendorf über Oybin bis Hain besetzt zu haben.

Am Mittwoch traf der Großteil unserer Gruppe in den jeweiligen Quartieren ein, Ho und Jörg nutzten die Gelegenheit um auf den Hochwald zu gelangen um dort den Vorhimmelfahrtstag einzutrinken und anschließend die Zeltplatzbewohner zu begrüßen.

Treffpunkt war an jedem Tag der Zeltplatz in Hain und von dort wurde nach reichlicher Diskussion

das jeweilige Kletter- oder Wanderziel angesteuert.

Wichtig bei dieser Wahl war: es durfte nicht weit sein, es durften keine Höhenunterschiede sein, es mussten fürstliche Lagerplätze sein und so weiter.....!

Da es am Himmelfahrtstag früh geregnet hatte, entschieden wir uns für eine Wanderung in Richtung Töpfer. So zog die Meute mit Kind und Kegel am Ausläufer des Hochwaldes Richtung Kelchstein. Dieser wurde erst einmal von allen Seiten begutachtet und dann die Wege auf den Kelchsteinwächter betrachtet. Olaf ergriff die Initiative und kroch über einen Kamin auf den Kelchsteinwächter, um seine Kletterwut zu besänftigen. Durch die Felsengasse ging es weiter zum Scharfenstein, unterwegs wurde der Andrang auf dem Weg immer größer.

An der windigsten und kältesten Ecke des Aussichtsfelsen rasteten wir, um den Magen mit unterschiedlichsten Leckereien zu verwöhnen. Den Vogel dabei schoss Nele ab, neben einer Wienerwurst schob sie sich noch ein Gummitier zwischen die Zähne und als ein Stück Kohlrabi im Angebot war, wurde auch dieses zwischendurch verspachtelt. Immer unter dem Motto: es kommt im Magen sowieso alles zusammen.

Diesen windigen Platz verließen wir nachdem alle schon Eiszapfen an der Nase hatten, etwas weiter im Wald hätten wir einen schönen windstillen Platz gefunden, den aber wollten wir ja nicht!!

In Richtung Töpfer hellte es sich wie vorhergesagt langsam auf und die Sonne verwöhnte uns ab und zu mit ihren wärmenden Strahlen. Unterwegs standen ein paar schöne Boulderblöcke, die ausgiebig hoch/runter/über/schräg geklettert wurden.

Das nächste Ziel vorm Töpfer war die „Brütende Henne“, unter Führung von Olaf wurde diese durch mehrere Kletterwütige erstiegen. Für drei Sportfreunde war der Biergarten am Töpfer auch ein lohnendes Ziel, schließlich war Himmelfahrt!

Hier am Töpfer trennten sich die Wege und ein Teil der Kletterer ging in Richtung Gratzer Höhle, die Wanderer zogen auf ruhigen Pfaden Richtung Lückendorf um dann nach Oybin zu gelangen und ein weiterer großer Teil der Truppe holte schnell am Hain die Klettersachen und machte die Rosensteine (Hoher Rosenstein, Rosensteinwächter) in der Abendsonne unsicher.

Im Hochgebirge können sich manche einen Sherpa leisten, im Zittauer Gebirge konnten sich die ältesten und gebrechlichsten Bergfreunde gratis einen Chauffeur leisten, der uns je nach Wunsch beförderte. Auch am Himmelfahrtstag wurden wir zum abendlichen Festplatz gefahren und in dem später folgenden Zustand wieder wohlbehalten im Quartier abgeliefert.

Claus das arme Luder musste auch noch für die zwei alten Zausel das Grillen übernehmen, kein Wunder wenn er dadurch nüchtern geblieben ist. Er kam ja vor lauter Arbeit nicht zum Trinken!

Der Freitag bescherte uns recht ordentliches Wetter und so wurde beschlossen, wegen der „weiten Wege“, mit dem Auto bis zum Kelchstein-Parkplatz zu fahren. Von hier aus ging es zur Mönchswand, hier war es ideal zum Lagern und es gab auch ausreichend zu Klettern. Verschiedene Seilschaften erstiegen unterschiedliche Wege und es war ein buntes Treiben. Nur die Seilschaften die sich für Wege in der rechten Seite der Mönchswand entschieden hatten, bohrten kein dünnes Brett. Denn das Gipfelbuch liegt auf dem linken Gipfelaufbau und dorthin zu gelangen ist wahrlich nicht einfach und übersteigt die Schwierigkeit des gewählten Kletterweges bei weitem. Mit einigen Manövern haben wir aber auch das gemeistert.

Hier trennte sich die Truppe, ein Teil ging zu den Gipfeln unterhalb der Mönchswand (Oberer- u. Unterer Mönch, Kastenturm) die anderen zogen in die Felsengasse um dort die Gipfel zu besteigen (Enzianer Turm, Großer- u. Kleiner Felsengassenturm, Satanskopf). Inzwischen waren noch Susanne und Mario aus Dresden nachgekommen.

Nach dem Klettern ging jeder wieder in seine Behausung um sich zu erfrischen oder anderen Tätigkeiten sich zu zuwenden, so zum Beispiel die Alten. Die zogen sich in ihrem Quartier zwei Stühle in die Sonne und entleerten anschließen ein oder ....... Biere, um zu gegebener Zeit zum Festplatz chauffiert zu werden. Nach dem Grillabendbrot ging es ans Lagerfeuer und über Ho`s blödsinnigen Bemerkungen bog sich die ganze Gesellschaft.

Nach einer ruhigen Nacht und keinerlei Nachwehen in den unterschiedlichen Schlafstätten trafen wir zur Morgendiskussion wieder am Zeltplatz ein. Und siehe da, als wir so rumstanden und uns in Rage redeten, tauchte wie aus dem Nichts Tom auf. Diesmal wurden wir uns recht schnell einig, wo wir hin wollten an diesem Tag. Das Ziel waren die Felsen am südöstlichen Töpfer (Roter Turm, Rübezahlwand, Feuerstein).

Als wir alle startklar waren, jammerte Markus über sein Auto, trotz voller Batterie, genügend Kraftstoff, richtig eingesteckten Zündschlüssels, das VW-Eisenschwein wollte sich nicht starten lassen! Hilflosigkeit in Markus Augen? Was tun? Eventuell Herrn Piech anrufen, aber der kann auch nicht mehr helfen, wurde ausgemustert! Was nun, hilfesuchende Augen, im Umkreis genügend studierte Leute, aber außer blöden Bemerkungen keine Zuwendung.

Auch zu Beginn des Automobilbaus wurden Autos schon angeschoben, also los. Aber wie, wieder diese fragenden Augen, zum Glück haben wir einen technischen Doktor unter uns, der nicht nur theoretisch einiges beherrscht sondern auch praktisch. Markus lässt sich überzeugen, übergibt aber den praktischen Teil an Wolfram weiter. Es gelingt und Markus ist froh sein Eisenschwein nun wieder steuern zu können. Es sollte nicht das letzte Mal sein!!!

Das erste Problem war in Lückendorf einen geeigneten Parkplatz zu finden, denn am Feldrain stand schon ein Auto mit Kralle, und wartete auf seinen Besitzer mit eingelöster Quittung.

Wir haben einen Platz gefunden und bewegen uns wie ein Lindwurm in Richtung Kletterfelsen.

Ein schöner Lagerplatz zwischen den Felsen empfängt uns und die Kletterei geht los, von I bis VII alles vorhanden. So teilen sich spontan Seilschaften auf und jeder versucht sein Glück.

Im Laufe des Vormittags fragt eine besorgte Mutter Ihre Tochter: „Nele, musst du pullern?“, Antwort: „Nö“, zweite Frage: „Hast du nasse Hosen?“ Antwort: „Nö“ ,Zusatz „Aber die Antwort Ja kommt bald“!

Ist solch eine Kommunikation nicht herrlich, das schlägt alles aus dem Feld!

Letztes größeres Felsproblem für alle an diesem Tag ist der Feuerstein, Olaf hat sich mit seiner Familie leise abgesetzt und den Bergweg bewältigt. Jörg ist auf leisen Sohlen hinterher geschlichen und hat sich von Olaf, ohne Zuschauer nach oben hissen lassen. Dann kam die Meute, der Nächste war Ho, und unter herrlichem Hallo mit entsprechenden Kommentaren aus seinem Mund überlistete er die Tücke des Objektes. Dann folgten noch Markus, Anja, Wolfram, Mario und Claus.

Tom hielt sich zurück und wollte das Problem im Vorstieg meistern, was ihm im zweiten Anlauf, mit ordentlichen Kletterschuhen auch gelang. Ihm folgte noch Anne und somit waren fast alle auf dem Misthaufen! Zum Tagesabschluss wurden noch ein paar schnelle Routen am Roten Turm abgesammelt.

Danach zogen sich die ersten vom Klettern zurück und flüchteten in ihre Unterkünfte, denn heute war für Nichtzeltler Abendbrotessen in der Kneipe angesagt. Dazu trafen sich die sechs ausgewählten Personen gegen 19.00Uhr am ersten Wirtshaus, leider ohne Erfolg, wegen Überfüllung keine Chance. Also weiter an einem Hotel vorbei, zu vornehm für uns. Gaststätte „Zum Burgkeller“ wegen Reichtum geschlossen, nächste Schänke keinen Platz für sechs Personen an einem Tisch.

Aber die Option, in wenigen Minuten wird ein Tisch frei, also auf die Veranda und ein Getränk bestellt. Alles funktioniert, wir ziehen um ins Lokal, die Kellnerin kommt und fragt: „Wollen sie noch Essen, das ist nicht mehr möglich die Küche hat zu“. In unseren Augen Unverständnis, sie erklärt uns wegen der neuen Regelungen zum Mindestlohn kommt immer wieder der Zoll und kontrolliert die Einhaltung der Gesetzlichkeiten zur Arbeitszeit. Wir bezahlen und gehen.

Wolfram braucht Auslauf und rennt zum Quartier um das Auto zu holen, damit wir zur Kammbaude fahren können. Da wir sechs Personen sind und in das Vehikel nur fünf Personen passen, musste einer in den Kofferraum. Jörg hat sich bereit erklärt und sich in das finstere Loch gequetscht.

In der Kammbaude kannte man keine Zollkontrollen, denn wir bekamen trotz der Vorgerückten Stunde unser Essen. Was nebenbei gesagt, auch noch recht lecker war. Dann haben wir noch ein wenig geschwatzt und alte Kamellen ausgegraben und so den Abend ausklingen lassen.

Die Rückfahrt ging genauso von statten wie die Hinfahrt, nur diesmal musste Susanne ans Steuer, und Jörg gab aus dem Kofferraum die Kommentare ab, wann zu bremsen, zu blinken, in welche Richtung ab zu biegen war und anderen Unsinn. Dies hat aber das Publikum im Fahrgastraum amüsiert. So ein Navi hat man nicht alle Tage.

Der letzte Tag unseres Aufenthaltes gestaltete sich zuerst im Aufräumen und Einpacken, und auf dem Zeltplatz im Abbauen und Verpacken der Camping Ausrüstung. Dann die morgendliche Diskussion wohin heute?

Diesmal entschied sich die Mehrheit für Jonsdorf und damit für den Schalkstein. Nachdem alle startklar waren kam das alte Problem „VW- Eisenschwein“ hoch, die Karre sprang wieder nicht an.

Diesmal ging es schnell, alle packten zu und schon fuhr die Karre.

Der Konvoi setzte sich in Gang und fuhr hinter Frank, der den Weg kannte, her - ihm folgte Claus mit Anne. Die Anderen hielten ein wenig Abstand und fanden damit den rechten Weg nach Jonsdorf. Alle warteten verzweifelt auf dem Parkplatz, aber von Frank und Claus keine Spur. Sie wären ja eigentlich die Ersten gewesen.

Nach einigen Minuten tauchte Claus auf und berichtete, dass Frank ohne Beachtung seiner Lichthupe (von Claus) Richtung Heimat gefahren sei. Keiner konnte sich einen Reim darauf machen und wir beschlossen unser Ziel, den Schalkstein an zu steuern,

Der Morgen zeigte sich nicht von seiner freundlichen Seite, es war recht kühl und windig. Schnell waren ein paar Wege ausgesucht und die Kletterei begann.

„Was wollen denn die Rentner machen?“ Antwort von Markus: „Die Rentner sind noch unschlüssig. Der eine rennt weg und der andere hofft auf Regen:“ Alle bogen sich vor Lachen.

Von allen Seiten kroch man auf den Gipfel. Die Kinder vergnügten sich im Wald und fochten einen kleinen Streit unter sich aus.

Plötzlich klingelte das Handy bei Jule, und wer war dran? Frank, stand flehend im Wald und bat uns, ihm den Weg zum Schalkstein zu beschreiben. Als das Land immer flacher wurde im Auto vor ihm; hat er doch noch begriffen, dass dies nicht Richtung Jonsdorf gehen kann. So hatten wir ihn wieder am Hals!

Bei uns Alten hielt sich die Kletterwut in Grenzen, denn wir wollten noch die Burg Oybin besuchen.

Gleiches traf auf Elke und Wolfram zu, deshalb wurde Wolfram energisch durch Elke vom Fels getrieben. So trennten wir uns vom Hauptfeld und besuchten die sehr gut in den letzten Jahren restaurierte Burganlage. Nach einem ausgiebigen Rundgang verabschiedeten wir Köhlers und strebten langsam den heimatlichen Gefilden zu.

Nach dem Mittagessen auf dem Oybin rannten Wolfram und Elke noch auf den Hochwald zum Kaffeetrinken, um auch danach den Heimweg an zu treten.

Am Schalkstein wurde nach den Klettererfolgen auch langsam der Rückzug angetreten und jeder

strebte seinem Zuhause zu.

Es war eine illustre Himmelfahrt mit einer Gesamtzahl von 24 Teilnehmern, man redet in der Neuzeit auch nicht mehr vom „Männertag“. Der beste Beweis war unsere Meute von Kindern und Frauen, als Männer hatten wir noch das Glück mitfahren zu dürfen.

Für meine Begriffe war es eine gelungene Klubtour für Himmelfahrt und die freien Tage danach.

Jörg W.

Fakt ist ja nun mal dass es wieder um ein 100 jähriges Besteigungsjubiläum gegangen ist. Und nein, das ist nicht langweilig! Einige der üblichen Verdächtigen: Georg, Kent und Peter trafen sich 17 Uhr am Parkplatz Pfaffenstein. War noch ziemlich viel los dort im Dunkeln aber ein antizyklisches Verhalten ist genauso so angenehm für uns beim Klettern wie im Straßenverkehr. Die einen gehen, die andern kommen.

Wir waren ziemlich läufig an dem Abend, es sind ja einige neue Gipfel dazugekommen. So wurde erst mal das Pfaffenhütchen bestiegen, danach Klamotte, Quader (dort haben sich Georg und Kent noch eine 24. Beg. geholt nach Einsicht im Gipfelbuch und dann der Stille Turm. Die Ostkante dort war sehr schön. Dann hatten wir noch 2h Zeit aber wir wollten uns vor der Hauptattraktion noch etwas ausruhen. Auf zum Förster!

Jiri Sejna und Ati Rössler waren leider schon vor uns da. Wir stellten uns an, also eigentlich stellten wir uns nicht sehr an sondern wir einigten uns, dass wir eine gemeinsame Seilschaft machen würden. Ati machte noch einen Kaffee für“ Prinz Eugenius den Ritter, der trinkt ihn immer schwarz und Bitter“ wie Ati wusste und wir teilten die 100 Jährigen Erlebnisse der letzten Jahre aus. Wann Micha und andere Schreckensteiner ihnen die Begehungen weggenommen hatten. Ja so hat sich irgendwann die Nachtkletterei ergeben bei unseren Truppen. Die Leute um Ati waren ja auch sehr erfolgreich. Es war lustig zu erfahren wer wann das Nachsehen hatte und Ati nahm die ganze Sache sehr sportlich. Kuhstall, Schrammsteine, Schmilka- immer waren sie vor Ort und manchmal haben wir eben auch mal gewonnen.

Dann kamen doch noch zweie die das gleiche nächtliche Ziel hatten. Irgendwie sind wir nicht recht warm geworden, mit in die gemeinsame Seilschaft wollten sie auch nicht weil es ja Stunden dauern würde.

2 nach 24 Uhr (nach unserem Handy) ging es los. Die Tschechischen Freunde waren rasch unterwegs. Der Weg ist recht trocken gewesen, trotz nachholen unterwegs waren wir nach 30min alle auf dem Gipfel. Die beiden unerkannten Freunde begeisterten sich noch am Vorgipfel, sah aber auch zügig aus. Nun ja, wir haben unten noch Ein Bier geteilt und dann ging es nach Hause. War ein schöner Klettertag da wir alle am Erfolg teilhaben durften, auch wenn es etwas dunkel war.

PP

100 Jahre Förster

100Jahre Förster

Er war untypisch nur spärlich besucht. Pünktlich waren Neune, Mannel, Wolfram und der Verfasser dieser Zeilen. Hinzu kamen später noch Sandra und Jörg. Die Nachricht des Tages war, daß am selbigen Tag, am Fritzschfels, unser Jörg sich bei der Kletterei den Schulterbereich lädiert hatte.

Nach dem letzten Durchzug im Vorstieg waren die Schmerzen nicht mehr zu ignorieren und der rechte Arm nicht mehr zu gebrauchen. Schwein gehabt dass er oben war.

Er wurde von Frank und Ho im KKH in Pirna abgeliefert. Gesicherte Diagnose: Ausgekugeltes Schultergelenk. Einfach am Ausstieg falsch belastet und es ist das Flügelchen abgebrochen.

Ich hab es immer nicht glauben wollen, daß Jörg sehr sensibel ist. Auch der Arzt in Pirna glaubte es nicht, er meinte nur: wenn sie auf dem beschriebenem Weg bis hierher gekommen sind dann sind sie ein harter Hund. Mit Jörgs Genehmigung wurde ohne Narkose versucht das Gelenk einzurenken. Naja, am Ende mußte doch der Anästhesist bemüht werden.

Jedenfalls kam Jörg pflichtbewusst nach seiner Entlassung direkt zum Klubabend. Frank und Ho wollten irgendwie nicht mehr kommen obwohl sie 1,5 h Vorsprung gehabt hätten. Die schönste Ausrede hatte Ho, er käme nicht zum Klubabend weil er so schmutzig wäre vom Klettern. Wie kann man sich zum Biertrinken zu schmutzig fühlen? Christiane kann stolz sein so einen kleinen netten Waschbären aus der Horde von Buntbären gepickt zu haben. Darauf sag ich nur: Prost!

 Joerg W

PP

Als ich das erste Mal bei einem Klubabend von dieser geplanten Aktivität gehört habe, glaubte ich etwas nicht richtig verstanden zu haben. Ich fragte mich, was haben Geologie und Alkohol miteinander zu tun? Meine nachträgliche Erklärung: Es war alles ein schlauer Trickbetrug, ich habe es jetzt durchschaut! Aber zunächst mal ein paar Worte zum Ausflug selbst, ehe ich das Geheimnis enthülle.

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Liebe Kinder, es war einmal…

Der 1. Mai 1915 war ein Samstag. Zur damaligen Zeit mussten die meisten Menschen  noch körperlich arbeiten für ihren Lebensunterhalt. Auch wenn Allergien, Krebs, und hyperkinetische Störungen noch unbekannte Krankheiten waren, denkt nicht, es ging den Leuten super. Es gab häufig Gelenkprobleme und auch ab und zu mal Hunger und Läuse.

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Alpenreise von Schreckensteinern vom 23.08. bis 30.08.2015

Kalte Luft weht mir entgegen. Ich stehe mit Olaf unterhalb der Eiskapelle, unsere Augen suchen den Weg durch die Watzmann-Ostwand. Da wollen wir morgen hinauf?

Es scheint fast unmöglich zu sein, so steil und abweisend baut sich die Wand vor uns auf.

Mit Peter und Elke sind wir heute nach St. Batholomä gekommen. Heute am Mittwoch ist unser „Ruhetag“, also ganz entspannt..

Am Montag haben wir unsere erste Eingehtour bei sonnigem Wetter gemacht. Von Hintersee (ca. 800 m) sind wir zur Blaueishütte am Hochkalter aufgestiegen.

Olaf, Peter und ich wollten das alpine Klettern mit 2 Halbseilen, in Bergschuhen und mit Rucksack als 3er-Seilschaft üben. Das geht schon anders als in der sächsischen Heimat. Den Plattenweg am Steinberg im III. Grad haben wir uns rausgesucht. Wir probieren ein wenig herum, steigen parallel und versetzt auf, üben Kommandos und auch das gleichzeitige Gehen am Seil. Wir kommen zügig voran, unterwegs lohnt ein Blick auf die Sinterungen in der Steinberghöhle (Olaf und Peter). Ein Kamin ist als Letztes zu überwinden, dann sind wir auf dem Normalweg zum Gipfel. Klar nehmen wir den Steinberg (2.065 m) mit. Das waren heute 1.265 m hoch/runter.

Am Dienstag hat sich das Wetter erheblich verschlechtert- so wie angesagt. Nachts und am Vormittag Regen. Peter kauft sich noch schnell ein paar neue Bergschuhe. Gegen 10 Uhr beschließen wir, doch noch eine Tour zu unternehmen. Mit dem Auto geht es ins Klausbachtal nach Hintersee. Der Wanderbus hat etwas Verspätung. Trotzdem stehen wir gegen 12 kurz hinter Hinterbichl auf österreichischer Seite auf ca. 1.100 m. Nebel und Wolkenfetzen ziehen vorbei, es ist nasskalt. Elke will die Herrentour nicht begleiten und wandert durch das schöne Tal abwärts gen Hinterbichl und über den Zauberwald bis nach Ramsau.

Wir aber wollen hoch auf mindestens 2.000 m, sozusagen als 2. Eingehtour. Warum heißt das eigentlich Eingehtour? Weil man dabei eingeht?

Egal, wir steigen erst mal zur Kammerling-Alm auf. Dann geht es steil durch den Wald auf einen Gratrücken. Trotz der kühlen Witterung ist es schweißtreibend. Die Loferer und Leoganger Steinberge sind ganz nah. Wir verfolgen den Gratrücken weiter. Gämsen verstecken sich zwischen den Latschenkiefern. Hier sind wir im Gebiet der Hocheisgruppe, dem südlichen Teilgebiet vom Hochkalter. Entlang dem Grat reihen sich mehrere Gipfel auf. Wir kommen heute im Regen bis zum Karlkogel (2.195 m). In Gipfelnähe steht ein Hinweisschild: Gipfelkreuz 5 Minuten. Es ist aber höchstens 20 m entfernt!

Alle Mitglieder der Expedition erreichen den Gipfel, mit Regenschirm vor dem Gipfelkreuz sieht das beschaulich aus. Wir blicken noch etwas sehnsüchtig zum nächsten Gipfel auf dem Grat, dem Kammerlinghorn (2.483 m), aber für heute ist der Weg zu weit dahin.

Zurück geht es den bekannten Grat. Unterwegs wird ein Alpensalamander bestaunt, der sich bei dem feuchten Wetter raus getraut hat. Dann ein steiler und rutschiger Abstieg zur Bindalm. Wer legt immer die Schmierseife in den Kalkalpen aus, wenn es regnet?

Auf der Bindalm meint die Almbäuerin, dass wir noch den Bus 17.05 Uhr bekommen können. Ich flitze los, aber der Bus fährt heute etwas früher, so dass wir ihn nur kurz verpassen. Aber so gleicht sich die Verspätung des Busses vom Vormittag wieder aus und alles kommt ins Gleichgewicht. Früh zu spät und abends zu zeitig, ja die Busfahrer sind gerecht.

Übrigens ist 17 Uhr in Bayern eine magische Zeit. Die Jennerbahn stellt auch am Sonntag und bei schönstem Wetter 17 Uhr den Betrieb ein, der letzte Wanderbus fährt 17 Uhr. Hoffentlich gibt es nicht auch noch das letzte Bier 17.00.

Es nützt nichts, nach der Bergtour müssen wir auch noch das ganze Tal hinaus wandern. Es ist aber eine interessante Tour mit großen Murenabgängen und einer schön schaukelnden (haben wir aufgeschaukelt!) Hängebrücke. Das waren heute ca. 1.100 m im Aufstieg und 1.400 m im Abstieg Und Peter bekommt das erste Blasenpflaster für die Füße.

Der Wetterbericht hat ab morgen eine deutliche Wetterbesserung angesagt, die auch bis zum Wochenende halten soll. Also nutzen wir das Wetterfenster sofort für die Ostwand.

Mittwoch ist erst mal Ausschlafen angesagt. Gegen 10 Uhr fahren Peter und ich zum Parkplatz an der Wimbachbrücke – aber großes Erstaunen – es gibt keinen freien Parkplatz mehr, obwohl hier viele Autos drauf passen. Wir nehmen dankend das Angebot der Wirtsleute von Olaf und Peter an, uns morgen Abend abzuholen.

Gegen Mittag schultern wir die Rucksäcke und wandern durch Schönau hinunter zum Königsee. Die Tour über den Rinnkendelsteig nach St. Bartholomä (603 m) haben wir uns geschenkt. Dafür nehmen wir ganz touristisch ein Ausflugsboot. Gegen halb Vier sind wir endlich vor Ort, unglaublich viele Menschen sind schon da, der Biergarten ist voll. Unser Boot war die Nummer 47. Wir schätzen, dass heute bis zu 5.000 Menschen auf dem See unterwegs waren.

Peter nimmt das „Opfer“ auf sich und bleibt im Biergarten bei unseren Rücksäcken. Elke, Olaf und ich wollen noch bis zum Wandfuß der Ostwand laufen, zum Einen den Einstieg für Morgen anschauen und zum Anderen die Eiskapelle bestaunen. An der Eiskapelle hat sich eine sehr breite Randkluft gebildet. Wir wollen morgen „nur“ den Berchtesgadener Weg nehmen, da bleibt uns die Überwindung der Randkluft von dem Eisfeld erspart.

Unterhalb von der Eiskapelle weht kalte Luft herunter.

Zurück bei Peter wird noch getankt und gefuttert. Das letzet Boot soll eigentlich 18.30 gehen, aber es hat sich eine sehr lange Schlange am Bootssteg gebildet. Elke kommt erst mit einem Boot eine Stunde später fort.

Der Wirt von der Gaststätte hat inzwischen Schlafmarken verteilt. Nun sehen wir auch die anderen Aspiranten bzw. Seilschaften für die Ostwand-Begehung. Und dann sind die letzten Gäste weg, die Gaststätte schließt und es wird endlich still auf diesem schönen Fleck.

Wir beziehen Quartier in der Ostwandhütte (wir haben ein Dreistock-Bett), setzen uns auf ein letztes Abendbier an den See, sehen dem Erscheinen der Sterne in der Dämmerung zu und werden von Fledermäusen ganz nah umschwirrt

Es wird eine unruhige Nacht. Um 3 Uhr weckt ein Bergführer seine Kunden und zieht in dunkler Nacht los. Wir stehen erst 4.16 Uhr (genauso hat es Olaf festgelegt!) auf, nehmen unsere Sachen und machen auf einer Parkbank im romantischen Licht der Stirnlampen Frühstück.

Im Dunkeln laufen wir durch den Wald und zum Wandfuß (auf ca. 830 m). Die Dämmerung beginnt. Hoch in der Wand sehen wir bereits Lampen leuchten, das ist der Bergführer mit seinen Kunden. Hinter uns zieht eine Glühwürmchenkette durch den Wald, das sind die anderen Seilschaften.

Wir stehen am Wandfuß. Tief durchatmen, denn jetzt geht es richtig los.

Als wir die ersten Grashänge hochlaufen, wird es schon etwas heller. Das Gelände wird steiler. Auf Steigspuren geht es über Gras und durch Latschen, abschüssige und unangenehm feuchte Felsplatten werden gequert. Über uns leuchten die Felsen des Watzmanns in der Morgensonne auf. Heißt das eigentlich Morgenglühen als Pendant zum Abendglühen? Das Schuttkar, welches man auch von Weitem gut sehen kann, wird erreicht.

Wir queren und dann geht es mit leichter Kletterei los. Der 1. und der 2. Sporn werden erklettert. Jetzt ist der richtige Platz um die Klettergurte anzulegen. Die Steinschlaghelme hatten wir schon ab dem Wandfuß auf. Die Sonne erreicht uns, das wird sicher ein schöner Tag – das Wetter meine ich. Wir steigen weiter bis zur Wasserfallwand. Hier packt Olaf die beiden Halbseile aus und steigt vor. Ohne Probleme meistern wir die 3 Seillängen. Es geht weiter nach rechts in steilen Rinnen aufwärts. Man muss schon die Hände aus den Taschen nehmen.

In einer solchen Rinne kommt der Ruf „Steinschlag“. Olaf und Peter vor mir drücken sich seitlich in die Felsen. Also schnell guten Stand gesucht, an die Felsen schmiegen und Kopf runter. Und schon prasselt es los. Zum Glück kommen nur kleine Steine geflogen, es knallt aber ganz schön, wenn ein Stein den Helm trifft. Der Steinschlag war von Vorausgehenden ausgelöst worden. Wir erleben heute noch zweimal Steinschlag, die aber immer seitlich von uns runtergehen. Einmal kam ein richtiger großer Stein mit einem lauten Pfeifen herunter gesaust.

Wir steigen weiter über Felsbänder mit viel Schutt, über Grate und in Rinnen aufwärts. Immer aufwärts, aufwärts -St. Batholomä wird kleiner und kleiner.

„Aufi, aufi“ - Zwei kurzbehoste junge Kerle rennen vorbei – ohne weitere Ausrüstung, kein Helm, kein Kletterzeug, kein Getränk. Was wir in guten 5 Stunden geklettert sind, haben die beiden in 1Stunde 20 Minuten gemacht. Respekt wer so schnell ist und Unverständnis, dass man ohne jede Sicherung und Getränk in die Wand geht. Später erfahre ich, dass die beiden den neuen Geschwindigkeitsrekord für die Ostwand aufgestellt haben in (2:02:53 – Rekorde, die die Welt nicht braucht)

Die Sonne meint es gut mit uns, eine schattige Rinne ist sehr angenehm und wird immer wieder gern genommen.

Endlich steigen wir über steile Schrofen mit Schutt zur Biwakschachtel. Hier gönnen wir uns eine längere Rast und tragen uns ins Biwakbuch ein. Die Schachtel wird außen mit einem Aufkleber vom TVS verziert. Hier treffen wir auch einen älteren Herrn (70), der ist heute mit dem ersten Boot gekommen und zieht an uns vorbei. Toll, so fit zu sein.

Es geht weiter durch Rinnen und über Bänder aufwärts, dann kommen die Ausstiegskamine. Es gilt nochmal eine etwas schwerere Kletterstelle zu überwinden (III+, wir nehmen das Seil). Über mir sehe ich Olaf und Peter winken, ein letztes Kaminstück.

Ich nehme mir Zeit und genieße nochmal die letzten Klettermeter. Das war`s?

Dann stehen wir auf dem Verbindungsgrat von der Mittel- zur Südspitze. Die Südspitze (2.712 m) ist schnell erreicht. Olaf schlägt die Glocke am Gipfelkreuz, das wollte er auf jeden Fall machen. Ich dachte, dass wir zwischen 12 bis 14 Uhr oben sind, Olaf tippte auf 14 bis 16 Uhr. Beide haben wir recht. Genau 14 Uhr waren wir auf der Südspitze. (Ab Wandfuß haben wir 8.15 gebraucht, die „normale“ Zeit für 2er-Seilschaften wird mit 6 bis 8 Stunden angegeben. Da waren wir zu dritt gar nicht so weit davon entfernt.)

Olaf gönnt uns eine halbe Stunde Pause.

Trinken, schauen, fotografieren, Gegend bestaunen, andere Kletterer treffen. Wir haben eine umfassende Rundumsicht, die hohen Tauern sind schön zu erkennen. Ich denke an Michi, die Tour hätte ihm auch gefallen, es wäre sicher mit dabei gewesen.

Dann müssen wir weiter. Seit Peter Brunnert wissen wir, dass die Tour erst am Kronenkorken zu Ende ist, wie wahr.

Der Abstieg hat es in sich, volle Konzentration ist gefordert.. Abklettern über Fels, Schutt, wieder Fels, steile Schuttfelder, Versicherungen, steile Rinnen, Schotterrinnen, Grasplätze, wieder Fels, Schotter, Rinnen mit Ketten – es nimmt einfach kein Ende. Und das Ganze in der Sonne. Die Kehle ist ausgedörrt. Olaf hat unterwegs einen Wassergumpen gefunden und erwartet uns dort. Also gibt es ein wenig Erfrischung. Wir brauchen gute 3 Stunden, um ins Wimbachgries abzusteigen. Endlich gegen 18 Uhr sitzen wir an der Wimbachgrieshütte (1.327 m), Getränke werden nur als Maß bestellt. Peter nimmt als erstes Schiwasser ! Olaf und ich Radler. Dann werden noch Gulaschsuppe und Apfelstrudel vertilgt.

Und weiter geht es. Das sehr interessante Wimbachtal (das Wimbachgries ist eigentlich nur ein Schuttstrom) zieht sich auf der Westseite vom Watzmann entlang.

Warum ist die Ostwand eigentlich so berühmt und von der Westwand spricht keiner?

Die 9 Kilometer bis zur Wimbachbrücke rollen wir einfach bergab, es ist ja gutes Gehgelände. 20.30 Uhr stehen wir an der Brücke (ca.630 m). Unser Wirt holt uns ab wie abgesprochen, vielen Dank dafür. (Der Plan B wäre gewesen, noch bis Schönau zu laufen, sind nur 4...5 km. Aber abgeholt zu werden ist schon fein.)

Ich falle todmüde ins Bett, das Nachtlicht mach ich nicht mehr aus – schon eingeschlafen.

Das waren heute 2.100 m hoch und runter, eine ausgewachsene 15 Stunden –Tour. Aber alles gut!

Wäre ich 16, hätte ich bestimmt gesagt: eine affengeile Tour!

Danke an Olaf fürs Vorsteigen, Sichern und Wegfinden. Danke an Peter, der unglaublich zäh ist.

Und danke auch an unsere Frauen, Jule, Sandra und Elke, die sicher sehr besorgt um uns waren. Aber sie haben uns die Tour zugetraut und mitgefiebert.

Am Freitag machen wir einen Ruhetag. D.h. die müden Knochen sortieren und schauen was geht. Der Vormittag steht ganz im Zeichen der Entspannung. Aber das Wetter ist sehr gut und uns zieht es hinaus.

Der Grünstein steht eigentlich vor der Haustür, er ist nicht zu hoch und eine schöne Nachmittagstour. Wir ziehen kurz nach Mittag los. Durch Wald laufen wir zum Einstieg in den Isidor-Klettersteig. Elke und Peter wollen hoch wandern. Ich lege meine Klettersteigausrüstung an, Olaf setzt nur den Helm auf. Später hat er aber zugegeben, dass er seine Teva- Sandalen tatsächlich mal festgezogen hat. Der Klettersteig ist 700 m lang und liegt voll in der Sonne. Die Wegführung ist mit Witz gemacht, es gibt eine Hängebrücke und ein Fotoloch.

Ich schwitze wie ein .,.., sogar der Klettergurt tropft. Nach 2 Stunden sind Olaf und ich oben.

Peter und Elke erwarten uns bereits auf dem Gipfel (1.304 m) mit schöner Rundsicht.. Peter hat neue Blasen an den Füßen und ich dieselben an den Händen vom Stahlseil. Das ist ausgleichende Gerechtigkeit. Die Grünsteinhütte versorgt uns mit Getränken, dann steigen wir ab.

Heute nur 670 m hoch/runter, ein echter Ruhetag.

Sonnabend – letzter Tag (Im Elbi ist heute 100 Jahre Flohspitze-Erstbesteigung durch einen Schreckensteiner! - Und es hat mit der Jubiläumsbesteigung geklappt, wie wir später erfahren)

Olaf möchte noch einen Kracher zum Schluss machen, mindestens auf 2.000 m mit großem Höhenunterschied.

Ich hatte eigentlich dafür die Schönfeldspitze (2.653 m) mit Aufstieg von Maria Alm vorgesehen (1.400 m hoch/runter, mit Rast am Riemannhaus), aber das geht leider nicht. An diesem Wochenende ist die Almer Wallfahrt (von Maria Alm über das Steinerne Meer nach St. Bartholomä) und da ist Maria Alm gesperrt und die Parkplätze sind für die Pilger reserviert.

Die Ersatztour führt daher über die Reiteralpe aufs Wagendrischelhorn (2.251 m), das ist keine schwierige aber eine weite Tour. Peter kommt heute nicht mit, er will die Annehmlichkeiten der Ferienwohnung genießen und seine Füße pflegen. Außerdem gibt es in der Unterkunft mehr Bier als auf unserer Tour. Um 9.15 Uhr laufen wir vom Wanderparkplatz los. Es geht steil hinauf, auch hier gibt es eine Saugasse aufs Plateau der Reiteralpe. Es ist ein sehr schöner Weg durch alten Zirbenwald. Wir verabreden uns mit Elke an der Neuen Traunsteiner Hütte um 14 Uhr. Das war leider etwas optimistisch geschätzt, wie sich später herausstellt. Olaf und ich sind nach guten 2 Stunden an der Neuen Traunsteiner Hütte. Nach einem Schiwasser queren wir die Reiteralpe. Die muss man sich wie eine riesige Schüssel vorstellen. Wir laufen durch Latschenbestände und an Almen vorbei, es geht eine Rinne aufwärts. Olaf läuft voraus. Ein Karstgebiet mit vereinzelten Schneeflecken ist zu überwinden. Von dem Sattel zum Häuselhorn aus geht es in einfacher Wanderung auf gutem Steig zum Gipfel des Wagendrischelhorns (2.251 m). 14 Uhr sind wir oben. Der Rückweg geht wie der Hinweg. Es ist sehr warm und ich schnaufe und schwitze stark. Olaf ist weit vor mir.

An der Hütte treffen wir Elke wieder, aber mit 1,5 Stunden Verspätung! Sie trägt es mit Fassung. Es wird nochmal Schiwasser und Radler getankt und dann machen wir uns an den Abstieg. Olaf sammelt Zirbenzapfen, die Samen daraus sind recht schmackhaft. Gegen 18.15 sind wir am Auto.

Das waren heute 1.450 m hoch/runter und in der Sonne nochmal ein echter Kracher nach dieser Woche.. Ich bin etwas fertig, Olaf geht’s gut.

Am Abend gehen wir in den Gasthof Bodner in Schönau. Unser Wirt Herr Grüßer – übrigens war der Kederbacher (Johann Grill der Erstbegeher der Ostwand) sein Ururgroßvater – hatte den Gasthof empfohlen. Zum Abschiedsessen lassen wir es uns schmecken, Apfelstrudel, Käsekrainer, Spätzle und Pfifferlinge und bayrisches Bier.

Am Sonntag fahren wir heim (Packen, Müll entsorgen, Fewo bezahlen, Abschied vom Wirt nehmen). Um München herum die üblichen Staus. Zum Nachmittag sind wir wieder in Dresden.

Wolfram, im Herbst 2015 in Dresden

Die Jahreserste 2015 auf den Klubgipfel

Traditionell wird am 01.01. der Klubgipfel bestiegen.

Stopp, das hatte ich doch schon im letzten Jahr geschrieben, aber es stimmt nun mal. Also weiter im Text:

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